Herkünfte – Haltung – Impfprogramm

Herkunft und Haltung

Bei den Junghennen auf dem Geflügelhof Reinkemeier handelt es sich um die Herkünfte  ISA braun und schwarz sowie Dekalb weiß. Bei frühzeitiger Bestellung sind auch andere Herkünfte lieferbar. Vor allem die braunen Hennen sind aufgrund ihres ruhigen Verhaltens und ihres höheren Körpergewichtes für die Boden- und Freilandhaltung besonders gut geeignet und werden von ökologischen Betrieben bevorzugt.



Die Küken werden am ersten Lebenstag gegen Geflügellähmung (Mareksche Krankheit) geimpft. Anschließend werden sie in einen mit Stroh eingestreuten warmen Stall mit Kotgrube und erhöhten Sitzstangen gebracht, in dem sie bis zur Legereife bleiben. Die Gasstrahler sorgen für eine Stalltemperatur von 28-30°C.

Huehner & Kueken

Die Küken fressen in der ersten Lebenswoche aus Futterschalen. Danach erhalten die Tiere ihr Futter so wie das Wasser zur beliebigen Aufnahme über eine automatische Fütterungs- und Tränkenanlage. Die Junghennen lernen sowohl Rund- als auch Nippeltränken kennen.

Einige Hähne haben i.d.R. einen positiven Einfluss auf das Sozialverhalten der Herde und halten die Hennen zusammen.
Die herkömmlich aufgezogenen Junghennen erhalten ein konventionelles pflanzliches Futter.

Küken

Die Besonderheiten einer ökologischen Junghennenaufzucht nach Bioland-Richtlinien

Nach Bioland-Richtlinien darf den Küken, die von Bioland-Elterntieren stammen (derzeitige Herkünfte: Novogen Brown Light, Novogen White oder Lohmann braun plus) nicht der Schnabel gekürzt werden und sie erhalten ausreichend Bewegungsfreiheit (10-13 Tiere/qm). Die Junghennen werden in einem Tageslichtstall mit Kotgrube und erhöhten Sitzstangen gehalten, denn das „Aufbaumen“ auf erhöhte Standorte ist ein natürliches Verhalten von Hühnern. Sie erlernen das Fliegen und finden sich dadurch in den zukünftigen Legehennenställen, die entweder mit einer Kotgrube oder einer Voliere ausgestattet sind, gut zurecht. Etwa ab der 10. Lebenswoche, wenn die Hennen ausreichend befiedert sind, erhalten sie Zugang zu einem überdachten Auslauf. Im Auslauf werden die Junghennen an das Außenklima gewöhnt. Sie können dort picken und scharren, sand- und sonnenbaden.
Durch ein Windschutznetz ist die Nutzung des Auslaufes auch bei schlechter Witterung und zur kalten Jahreszeit möglich.


Die Junghennen erhalten ab dem 1. Lebenstag ein ökologisches Küken- und später ein Junghennenalleinmehl. Zudem werden die Hennen an die Aufnahme von ganzen Getreidekörnern gewöhnt.


Die Kapazität von ökologisch aufgezogenen Junghennen auf unserem Betrieb wurde im Jahr 2005 durch einen neuen Stall von 12.500 auf 26.500 Bioland-Jungtiere und im Jahr 2010 durch den Umbau einer bisher konventionell genutzten Aufzuchthalle nach Bioland-Richtlinien auf rund 45000 Bioland-Junghennen pro Jahr erhöht.

Die Aufzucht von Junghennen nach Bioland-Richtlinien ist flächengebunden. Da der Biolandbetrieb Reinkemeier und Kraus nicht über genügend Fläche verfügt, wurde mit einem Kooperationspartner ein Vertrag geschlossen. Dieser baut die entsprechenden Mengen Getreide an und liefert seine Erträge an die Futtermittelfirma, die für den Biolandbetrieb Reinkemeier und Kraus das Küken- und Junghennenmehl herstellt. Der Kooperationspartner holt den Kot der aufgezogenen Bioland-Tiere ab und düngt damit seine Flächen. Dadurch wird ein ökologischer Kreislauf geschlossen. Die Aufzucht der Bioland-Junghennen wird regelmäßig von einer unabhängigen Kontrollstelle überwacht.